Korrosionsfeste Fiberpipe-Rohrsysteme: Lösungsbeispiele für die chemische Industrie

Fiberglas ist im Rohrleitungsbau auf dem Vormarsch – auch und gerade in der chemischen Industrie. Denn der Werkstoff ist nicht nur korrosionsbeständig, sondern auch unempfindlich gegenüber Hitze und Kräfteeinwirkung. Geringes Gewicht und vorteilhafte Verarbeitungseigenschaften ermöglichen schnelle Montageabläufe, die Preisvorteile mit sich bringen.

Die Rohre des Stolberger Fiberglas-Rohrspezialisten Fiberpipe werden im Verbund mit weltweiten Partnern gefertigt und sind durch ihre ISO-Abmessungen voll kompatibel mit bereits bestehenden Systemen. Maßanfertigungen gehören ebenfalls zum Kerngeschäft.

Wie sich Fiberglas-Rohrsysteme und -Bauteile in der chemischen Industrie etabliert haben, zeigen folgende Beispiele.

Das Unternehmen: Die Kali + Salz GmbH (K+S) gehört weltweit zur Spitzengruppe der Hersteller von Spezial- und Standard-Düngemitteln, Pflanzenpflege- und Salzprodukten und beschäftigt rund 12.000 Mitarbeiter. K+S setzt seit über 25 Jahren erfolgreich auf korrosionsfeste Rohrsysteme aus Epoxid-Harz. Viele der heute bekannten Einsatzgebiete wurden hier erfolgreich erstmals eingesetzt. Die Erfahrung, dass Fibercast-Schleuderrohre gegenüber Salzsolen bis 120°C Beständigkeiten von über 20 Jahren aufweisen, beweist sich hier täglich.

Die Aufgabe und ihre Lösung: Im Jahr 2006 war für das Werk Werra in Philippsthal eine neue Abdeckung für einen Klärer zu implementieren, der 95°C heiße, hochkonzentrierte Salzsolen in sich aufnimmt zwecks Sedimentierung ungelöster Bestandteile. Vorgegeben waren eine Spannweite von etwa 6,7 Metern und eine Belastbarkeit von 350 Kilogramm pro Quadratmeter. Zusätzlich waren ein Gefälle von etwa zwei Grad und eine Oberfläche der Rutschklasse R 12 einzuhalten.

Da die Standzeiten der bisherigen Konstruktionen aus gummiertem Stahl unbefriedigend kurz waren, wurde Fiberpipe als Spezialist für korrosionsfreie Bauteile mit der Planung beauftragt. Das Know-how, welche Harze beständig gegenüber den Brüden sind, brachte das Unternehmen in die Konstruktionsvorschläge ein, die auch die statischen Vorgaben, Reinigungs-Luken sowie entfernbare Montage-Segmente berücksichtigten.

K+S entschied sich für eine Konstruktion aus T-Trägern mit einer Beplankung aus Vinylesterharz-Profilplatten. Die Abwicklung des gesamten Auftrags einschließlich Demontage der alten Abdeckung lag bei Fiberpipe. Alle Arbeiten waren binnen nur drei Wochen vollständig abgeschlossen.

Das Unternehmen: Die Raffinerie Oberrhein in Karlsruhe ist Deutschlands größte Raffinerie und eine der modernsten und leistungsfähigsten in Europa. Rund 1.000 Mitarbeiter veredeln jährlich etwa 16 Millionen Tonnen Rohöl zu hochwertigen Produkten wie Benzin, Diesel, Heizöl, Propylen und Bitumen.

Die Aufgabe und ihre Lösung: Im Jahr 2006 stand bei dem Unternehmen eine Sanierung der bestehenden Abwasser-Leitungen an. Da das gesamte Kanalnetz korrosionsbeständig, absperrbar und druckfest sein muss, war Fiberpipe der erste Ansprechpartner. Es sollte ein optimaler Kompromiss gefunden werden zwischen Beständigkeit, Temperatur-Belastbarkeit, Druckfestigkeit und Montage-Freundlichkeit.

Zusammen mit dem Auftraggeber entwickelte Fiberpipe ein maßgeschneidertes Rohrsystem. Für die Auftragserteilung ausschlaggebend war, dass Fiberpipe nicht nur das Material liefert, sondern auch die Montage ausführt. Fiberpipe erbrachte für diesen Auftrag sämtliche relevanten ingenieurtechnischen Dienstleistungen. Die von Fiberpipe implementierten Lösungen bilden ein breites Spektrum von Leitungen DN 400 für den Wassertransport bis hin zu Beanspruchungen bei 125°Celsius und 16 bar Druckbeständigkeit.

Das Unternehmen: Die Raffinerie im bayerischen Ingolstadt stellt eine breite Palette an hochwertigen Mineralöl-Produkten her, wobei die komplexen Produktionsprozesse mit Hilfe modernster digitaler Leittechnik gesteuert und überwacht werden. Das Unternehmen ist mit Korrosionen in Rohrleitungen besonders erfahren.

Die Aufgabe und ihre Lösung: Aufgabe war im Jahr 2006 die Entwicklung eines speziellen Rohrsystems für die Entwässerung von Tanktrassen. Die Herausforderung bestand darin, dass die Rohre sowohl gegenüber normalen Wässern, als auch gegen die gelagerten Produkte beständig sein müssen, um im Havariefall Schäden an Personal und Umwelt ausschließen zu können. Fiberpipe band kurzerhand den Harz-Lieferanten in die Entwicklung des Systems ein und konnte so ein zuverlässiges Produkt mit optimalen Eigenschaften für diesen Spezialfall liefern. Für den Auftraggeber komfortabel: Vorbereitung, Lieferung und Montage erfolgten aus einer Hand als Komplett-Dienstleistung durch Fiberpipe.

Das Unternehmen: Celanese Chemicals als Zweig der Celanese Corporation ist ein führender Hersteller von Acetyl-Produkten und Dispersionen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Dallas im US-Bundesstatt Texas beschäftigt weltweit rund 5.000 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2005 einen Umsatz von rund 4,3 Milliarden US-Dollar. Celanese Chemicals betreibt Produktionsanlagen in Nord- und Mittelamerika, Südostasien und Europa.

Die Aufgabe und ihre Lösung: Im Rahmen eines kompletten Anlagenumbaus am Standort Oberhausen war man auf der Suche nach einer Rohrleitung DN 600, die bei 120°C korrosionsfest gegenüber Brüden bleibt. Da die Beständigkeit normaler Stähle nicht ausreichend ist, fiel die Wahl auf Fiberpipe, deren Glasfaser-Rohre den Beanspruchungen gewachsen sind.

Das komplette Detail-Engineering übernahm Fiberpipe – inklusive Spannungsanalyse, Auslegung des Halterungs-Konzeptes, Zeichnungserstellung, Beschaffung der Komponenten, Zertifizierungen und Turn-Key-Errichtung der Brüden-Leitungen. Durch präzise Planung ließ sich die Montagezeit und damit die Dauer des Anlagen-Stillstands auf ein äußerstes Minimum reduzieren.

Das Unternehmen: Degussa beschäftigt als multinationales Unternehmen der Spezialchemie weltweit rund 44.000 Mitarbeiter. Am Großstandort Wesseling arbeiten 1.500 Mitarbeiter auf einem Areal von 330.000 Quadratmetern, die Produktion wird unterstützt durch einen modernen Standortservice. Das Werk ist seit 2004 regelmäßiger Kunde von Fiberpipe.

Die Aufgabe und ihre Lösung: Fiberpipe hat seit 2004 vielfältige Projekte ausgeführt. Entscheidender Vorteil für Degussa ist, dass Fiberpipe ihr Lieferprogramm schnell und unkompliziert immer wieder neu an die wechselnden Bedürfnisse des Kunden anpassen kann. Die schnelle Verfügbarkeit der benötigten Produktmengen und Qualitäten bis zur Nennweite DN 300 vereinfacht alle Projektierungsabläufe.

Das Standard-Rohrsystem von Fiberpipe ist nach ISO Abmessungen ausgelegt. Vorteil ist neben der vollen Kompatibilität der verschiedenen Rohrsysteme die Einsetzbarkeit von Standard-Bauteilen als Halterungen.

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Das Unternehmen: Das Kraftwerk Ingolstadt der E.ON-Kraftwerke GmbH wird mit schwerem Heizöl betrieben. Die Blöcke stellen eine Kapazität von jeweils 386 Megawatt und werden vor allem zur Deckung der Spitzen- und Mittellast eingesetzt.

Die Aufgabe und ihre Lösung: In den Kraftwerksblöcken sind von Zeit zu Zeit kurzfristige Arbeiten nötig. Entscheidend für die Wahl des beauftragten Dienstleisters waren Flexibilität, die Fähigkeit zu Montagearbeiten unter höchsten Sicherheitsanforderungen sowie Schnelligkeit. Sind in der Rauchgasentschwefelung unvorhergesehene Reparaturen durchzuführen, müssen diese in der Regel umgehend, bei laufendem Betrieb und nötigenfalls mit Schutzausrüstung ausgeführt werden. Fiberpipe stellt hier den Reparaturservice mit vertraglich verabredeten Vorlaufzeiten von bis zu 24 Stunden. Das Standard-Rohrsystem von Fiberpipe ist nach ISO-Abmessungen ausgelegt. Vorteil ist neben der vollen Kompatibilität der verschiedenen Rohrsysteme die Einsetzbarkeit von Standard-Bauteilen als Halterungen. Dass die leichtgewichtigen GFK-Rohre zudem eine schnellere Montage und Verarbeitung zulassen, als dies bei herkömmlichen Rohrleitungssystemen möglich wäre, spart bei allen Arbeiten zusätzlich Zeit und damit Kosten. Einen ähnlichen Service erbringt Fiberpipe auch für das Großkraftwerk Mannheim AG.

Das Unternehmen: Die Lurgi AG mit Sitz in Frankfurt am Main ist eins der führenden Unternehmen im Bereich des Anlagenbaus und der Verfahrenstechnik. Vor dem Hintergrund immer knapper werdender fossiler Rohstoffe arbeitet Lurgi an Verfahren zur Gewinnung von Kraftstoffen aus Biomasse. Dabei sollen in naher Zukunft in modernsten Biotreibstoff-Anlagen alle Bestandteile von Pflanzen einschließlich Holz und anderer Reste verwertet werden können.

Die Aufgabe und ihre Lösung: Als Global Player war Lurgi im Jahr 2006 nicht nur auf der Suche nach einem System-Spezialisten für korrosionsfeste Rohrleitungen – dieser sollte überdies weltweit liefern können. Aufgrund seiner Vielzahl an Partnern überall auf der Welt entsprach Fiberpipe dem Anforderungsprofil. Ob Rohrleitungen für Feuerlösch- und Kühlwasser oder Transport-Leitungen für Säuren und Laugen – Fiberpipe stellt sicher, dass nicht nur in Europa, sondern auch in Nord- und Südamerika, Asien und Australien die gewünschten Produkte kurzfristig zur Verfügung stehen.